Name des Begriffes: Taras-Schewtschenko-Denkmal
Beschreibungen des Begriffes:

Taras-Schewtschenko-Denkmal

Seit den 60er Jahren wurden Denkmäler des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko in Kiew und danach auch in anderen Städten der Ukraine zu Orten nationalpatriotischer Kundgebungen. Diese behördlich nicht genehmigten Zusammenkünfte fanden für gewöhnlich am 22. Mai statt, dem Jahrestag der Überführung der sterblichen Überreste des Dichters aus Sankt Petersburg in die Ukraine im Jahr 1861. In Kiew versammelten sich besonders viele Menschen, legten Blumen nieder, trugen Gedichte vor und sangen Lieder. 1966 waren es etwa 150 Personen, ein Jahr später bereits wesentlich mehr. Die Polizei sah sich veranlasst, einige Kundgebungsteilnehmer festzunehmen und versuchte, die Versammlung aufzulösen. Rund 200 Personen zogen jedoch vor das Gebäude des ZK der Kommunistischen Partei der Ukraine und forderten die Freilassung der Verhafteten, die kurz darauf tatsächlich freikamen. In den Folgejahren verzichtete man behördlicherseits auf die Auflösung der Kundgebungen und organisierte stattdessen Gegenveranstaltungen. Nach der Zweiten Verhaftungswelle 1972 verlor der oppositionelle Charakter der Veranstaltungen an Bedeutung.

Synonyme: Taras-Schewtschenko-Denkmals
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